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Stress & Balance

Die Informationsflut im digitalen Zeitalter

Überall wird man mit Informationen überschüttet, sei es auf der Arbeit, zuhause oder unterwegs. Dieser endlose Bilder- und Informationsstrom geht jedoch nicht spurlos an uns vorüber.

Autor: zone35

Lesezeit: 2 Minuten / veröffentlicht:

Wir leben im Informations- oder auch digitalen Zeitalter. Auf den ersten Blick erscheint die permanente Verfügbarkeit von Informationen sowie die Möglichkeit, über verschiedene Kanäle zu kommunizieren, äußerst attraktiv. Der Mensch profitiert nämlich in erster Linie hiervon. Die Medaille hat bekanntlich jedoch immer zwei Seiten. Die große Menge an Informationen und visuellen Eindrücken kann überwältigend sein und zu Problemen führen. Denn die Kapazität unserer Aufmerksamkeit zur Informationsverarbeitung ist begrenzt. Ab einem gewissen Punkt stößt jeder Mensch an seine Belastungsgrenzen.

Laut der „ARD/ZDF-Massenkommunikation Langzeitstudie 2020“ verbringen Menschen in Deutschland ca. sieben Stunden täglich mit Mediennutzung. Dabei entfällt ein Großteil auf die Rubrik Bewegtbild, dicht gefolgt von den Audioformaten.

Digitaler Stress

Erst seit kurzem existieren wissenschaftliche Untersuchungen zu digitalem Stress. Die Flut an Informationen und visuellen Eindrücken beeinflusst vor allem die Psyche, die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. Forscher haben Zusammenhänge zwischen hohem Medienkonsum und gesundheitlichen Beschwerden wie Unruhe und Nervosität, Schlafprobleme, Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität festgestellt.

Die These der „sozialen Beschleunigung“ sieht einen Zusammenhang zwischen dem ständigen Informationsfluss und der sinkenden Aufmerksamkeitsspanne. Hierfür stehen jedoch noch keine empirischen Daten zur Verfügung. Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung mit dem Titel „Accelerating Dynamics of Collective Attention“ (2019), die sich mit dieser These befasst hat, belegt jedoch, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Gesellschaft als Ganzes sinkt. Im nächsten Schritt lautet das wissenschaftliche Ziel, herauszufinden, ob dies auch beim einzelnen Individuum der Fall sein könnte.

Erholungsphasen fürs Gehirn

Unser Gehirn kann nicht permanent zu Hochform auflaufen. Es braucht zwischendurch Pausen, Leerlauf- und Erholungszeiten, um alle Eindrücke und Informationen zu verarbeiten. Feste Routinen und freiwillige Selbstbeschränkungen können helfen, um in der Nachrichtenflut nicht unterzugehen.