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Körper & Organe

Deutschlands häufigste Krebsart

Hautkrebs steht an oberster Stelle des Krebsregisters, wenn das maligne Melanom und der nicht-melanotische Hautkrebs zusammengezählt werden. Wie stark ist die Zahl der Neuerkrankungen beider Formen seit 2007 gestiegen und welche Form ist dabei die aggressivere?

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Dass die Zahl der Hautkrebserkrankungen in Deutschland so stark gestiegen ist, hat mehrere Gründe. Da wäre in erster Linie die Anwendung der Hautkrebsvorsorgeuntersuchung, die seit 2008 Krankenkassenleistung ist und seitdem für Menschen ab 35 Jahren alle zwei Jahre von Patienten wahrgenommen werden kann. Auf diese Weise werden viel häufiger Diagnosen gestellt. Ein weiterer Grund ist der Umstand, dass der Faktor Sonnenschutz in den 70er und 80er Jahren bei der Bevölkerung nicht stark im Bewusstsein war. Damals war es auch schon üblich, den Sommerurlaub im Süden zu verbringen. In den letzten 20 Jahren wurden die Spätfolgen von denjenigen sichtbar, die in dieser Zeit keinen Sonnenschutz verwendet haben.

Dementsprechend hat sich beim schwarzen Hautkrebs die Inzidenz in Deutschland seit 1970 mehr als verfünffacht. Zählt man alle Hautkrebsarten zusammen, ist es die Krebsart in Deutschland mit den meisten Neuerkrankungen. Die Sterblichkeitsrate ist jedoch vergleichsweise gering. Besonders beim weißen Hautkrebs waren es im Jahr 2018 lediglich 966 Fälle bei rund 200.000 Neuerkrankungen. Beim schwarzen Hautkrebs sind es im gleichen Jahr schon 2.942 Fälle bei 22.890 Neuerkrankungen, was den aggressiveren Charakter verdeutlicht. An der Mortalitätsrate ist abzulesen, dass die Früherkennung ihren Beitrag dazu leistet, die Krankheit in einem Stadium zu diagnostizieren, in dem genug Zeit für Handlungsspielraum bleibt.

Grafik über Neuerkrankungen in Deutschland

Quelle: Robert Koch-Institut