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Ernährungswissen

Zuckerhaltige Getränke meiden

Autor: zone35

Lesezeit: 3 / veröffentlicht:

Wenn es schnell gehen muss, ist der Weg zum nächsten Fast Food-Restaurant in der Regel nicht weit. Der Bestellvorgang läuft und eine Frage ist dabei unausweichlich: Welches Getränk möchten Sie? Die Antwort fällt Vielen in solchen Momenten denkbar einfach. Natürlich einen Softdrink. Die meisten Konsument:innen wissen um den hohen Zuckergehalt der Getränke. Und doch spielt das bei der Auswahl kaum eine Rolle. Dabei sind die negativen Eigenschaften von Zucker längst bekannt. Trotzdem spielt das weiße Kristallpulver immer noch eine Hauptrolle bei unserer Ernährung.

Das sind die negativen Folgen von Zucker

Dass zu viel Zucker schadet, sollte mittlerweile den meisten Menschen bekannt sein. Zucker kann sich negativ auf unsere Zahngesundheit auswirken, er kann zu Übergewicht sowie Fettleibigkeit führen, Herzinfarkte begünstigen, das Krebsrisiko erhöhen und Diabetes auslösen. Dabei kann zum Beispiel Diabetes Typ 2 Folgekrankheiten nach sich ziehen. Zu diesen können bei Männern zum Beispiel erektile Dysfunktionen (Potenzstörungen) gehören.

Wie Zucker die Zähne angreift

Wie greift Zucker unsere Zähne an? Die Antwort beginnt mit den Bakterien, die sich ganz selbstverständlich in unserem Mund befinden. Diese Bakterien ernähren sich vorzugsweise von Zucker, den sie verstoffwechseln und anschließend als Säure ausscheiden. Und diese Säure ist das Problem. Sie greift nämlich den ungeschützten Zahnschmelz an. Die Säure zerstört ihn regelrecht. Durch den dadurch ausgelösten Auflösungsprozess des Zahnschmelzes (Entkalkung, Demineralisation) entsteht Karies.

Versteckter Zucker: Diese Lebensmittel sind süßer, als man denkt

Bei den meisten Lebensmitteln, in denen sich Zucker befindet, schmeckt man ihn sofort heraus. Doch Zucker versteckt sich oft unerkannt in unserem Essen. Zum Beispiel in der Tiefkühlpizza aus dem Supermarkt, in Fertigsoßen, Dressings und in abgepackten Salaten. Also in Lebensmitteln, in denen wir zunächst gar keinen Zucker vermuten würden. Zucker ist als Geschmacksträger oft unersetzlich. Das hängt auch damit zusammen, dass wir den Zucker-Geschmack kennen und unterbewusst erwarten. Viele Menschen haben also praktisch eine lebenslange Zuckererziehung hinter sich.

Suchtfaktor erkennen: Zucker bewusst wahrnehmen

Wie schaffen wir es jetzt, dem Suchtfaktor Zucker zu widerstehen? Wie können wir unseren Körper entwöhnen und dem Heißhunger auf Süßes entgegenwirken? Der erste Schritt: Wir sollten Zucker bewusst wahrnehmen. Viele Lebensmittel, von denen wir es nicht erwarten, enthalten ihn nämlich. Es ist also angebracht, sich zu informieren, wo er drinsteckt. Und auch: wie viel. Entsprechend sollten wir unser Essverhalten überprüfen und auf Lebensmittel mit zu viel Zucker verzichten. Ein Tipp, der helfen kann: Vermeide Lebensmittel, bei denen der Zuckeranteil bei über fünf Prozent liegt.

Blutzuckerspiegel konstant halten und Heißhungerattacken entgegenwirken

Wer seinen Zuckerkonsum reduzieren möchte, sollte versuchen, seinen Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Helfen können hierbei nährstoffreiche Mahlzeiten mit Ballaststoffen und Proteinen. Sie befinden sich zum Beispiel in Vollkornprodukten (Ballaststoffe) sowie in Hülsenfrüchten, Milchprodukten, Pilzen und Fleisch (Proteine). Der Vorteil: Sie wirken länger sättigend und verhindern Heißhungerattacken. Zudem sorgt eine feste Essenspause von drei bis vier Stunden zwischen den Mahlzeiten dafür, dass die Bauchspeicheldrüse Pause machen kann. So muss sie aufgrund von ständiger Zuckerzufuhr nicht unentwegt Insulin produzieren. Der Botenstoff sorgt dafür, dass unsere Zellen Zucker aus dem Blut aufnehmen können. 

Positiver Verzicht: Schrittweise weg von zu viel Zucker

Auf längere Sicht sollten wir versuchen, unseren täglichen Zuckerkonsum deutlich zu reduzieren. Allerdings ist es oftmals ratsam, nicht direkt komplett auf Zucker zu verzichten. Für Menschen, die viel Zucker gewöhnt sind, wäre der drastische Umstieg unter Umständen zu extrem. Ein schrittweises Weglassen könnte eher helfen. Nach kleinen ersten Reduzierungen gelingt es dann womöglich auch, zum Beispiel auf zuckerhaltige Getränke vollständig zu verzichten. Auch Süßigkeiten sollten nur noch in Ausnahmefällen konsumiert werden.

Weniger Zucker: Nicht nur unsere Zähne freuen sich

Wer sich jetzt immer noch die Frage stellt, was das alles bringt, der sollte sich noch einmal klar machen: Eine Reduzierung von Zucker auf ein verträgliches Maß schützt unsere Zähne effektiv und direkt vor Schädigungen. Außerdem wirkt sich weniger Zucker positiv auf unser Körpergefühl aus. Das Risiko für Übergewicht sinkt signifikant. Gleiches gilt für die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 und weitere Krankheitsbilder, die in diesem Zusammenhang auftreten können.

Statt Zucker: Mal andere Entscheidungen treffen

Wer sich dennoch dazu entscheidet, ab und zu mal einem Fast Food-Restaurant einen Besuch abzustatten, der zögert bei der Frage nach dem Getränk vielleicht einen Augenblick. Die Antwort könnte an dieser Stelle auch mal anders ausfallen. Es muss ja nicht immer ein Softdrink sein. Übrigens: Light-Getränke sind keine Alternative. Sie stimulieren ebenfalls die Bauchspeicheldrüse und provozieren somit Heißhungerattacken. Auch Light-Getränke machen also dick.