Zwei Personen sind auf einem Padelcourt und spielen Padel
Zwei Personen sind auf einem Padelcourt und spielen Padel

Padeltennis

Padeltennis ist eine Rückschlagsportart, die Elemente aus Tennis und Squash kombiniert. Der Trendsport ist relativ leicht zu lernen und hat zugleich Tempo. Wie genau funktioniert Padel und für wen ist die Sportart geeignet?

Qualitätssicherung: Philipp Grätzel von Grätz, Arzt und Medizinjournalist

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Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist Padeltennis? Padeltennis ist eine Rückschlagsportart, die Tennis und Squash kombiniert: meist Doppel, Ball über Netz, gespielt im von Glas- und Gitterwänden umschlossenen Court. 
  • Ausrüstung und Spielgefühl: Feste, gelochte Padel-Schläger und druckreduzierte Tennisbälle verlangsamen das Tempo gegenüber Tennis oder Squash und erleichtern Anfängern einen schnellen Einstieg ins Spiel.  
  • Ursprung: Der Sport entstand vor über 50 Jahren in Südamerika aus Platzmangel, verbreitete sich über Spanien nach Europa und wird heute weltweit von Millionen gespielt.  
  • Für wen geeignet und gesundheitlicher Nutzen: Padeltennis passt zu Sportlichen und Einsteigern, sofern Grundfitness vorhanden ist; es fördert Ausdauer, Herz-Kreislauf, Muskulatur, Koordination und Stressabbau.  
  • Sicher starten und Regeln: 5–10 Minuten aufwärmen, passende Schuhe tragen, kontrolliert spielen, trinken und Pausen einplanen; gezählt wird wie im Tennis, Wände dürfen genutzt werden. 

Was ist Padeltennis?

Beim Padeltennis, oder Padel, spielen in der Regel vier Spielerinnen und Spieler auf einem Feld, das zehn Meter breit und 20 Meter lang ist. Das Feld ist von drei bis vier Meter hohen Glas- und Gitterwänden umgeben, die aktiv ins Spiel einbezogen werden, ähnlich wie beim Squash.  
Die Schläger sind etwas kleiner als Tennisschläger und bestehen aus einem festen Material mit Lochstruktur. Sie ähneln im Aussehen einem Paddel, daher der Name des Spiels. Gespielt wird mit druckreduzierten Tennisbällen. Das macht das ganze Spiel etwas langsamer als Tennis oder Squash. Der Aufschlag erfolgt immer von unten, was Anfängern den Einstieg ins Spiel sehr vereinfacht. 

Die wichtigsten Padel-Spielregeln:

  1. Aufschlag: Hinter der Grundlinie stehend von unten und diagonal ins gegenüberliegende Feld.
  2. Ball-Aufprall: Der Ball darf nur einmal auf dem Boden aufprallen. Er darf jedoch zusätzlich an die Glaswand und - abgesehen vom Aufschlag - auch an das Gitter prallen, bevor er zurückgespielt wird. 
  3. Punkte: Ein Punkt wird erzielt, wenn der Gegner den Ball nicht richtig zurückspielt, etwa ins Netz, aus dem Feld oder nach mehrmaligem Aufprall. Gezählt wird wie beim Tennis: 15, 30, 40, Spiel. Beim Spielstand “40-40” entscheidet der nächste Ballwechsel über den Gewinn des Spiels.
  4. Sätze: Ein Match besteht meist aus zwei Sätzen. Jeder Satz geht bis sechs Spiele, bei 6:6 wird der Satz mit einem kurzen Entscheidungs-Spiel, dem Tie-Break, entschieden. In diesem wird 0, 1, 2, 3 usw. gezählt. Es gewinnt das Team, das zuerst sieben Punkte erzielt. Dabei sind mindestens zwei Punkte Vorsprung erforderlich.

Padel-Ausrüstung: Was brauche ich?

Für Padel werden ein spezieller Padel-Schläger, Padel-Bälle, rutschfeste Schuhe, bequeme Sportkleidung und bei eigener Ausrüstung eine Tasche benötigt. In den meisten Padel-Hallen können Schläger und Bälle ausgeliehen werden. Und nicht vergessen: ausreichend Wasser!

Woher kommt Padeltennis?

Padeltennis als Sportart wurde bereits vor über 50 Jahren in Südamerika erfunden. Es heißt, ein wohlhabender Sportliebhaber habe sich in seinem Garten einen Tennisplatz bauen wollen. Doch weil es nicht genug Platz gab, baute er ein kleineres Feld mit Wänden. Das Padel-Feld mit zehn Mal 20 Meter Größe war erfunden. Über Spanien fand das Spiel nach Europa. Inzwischen gibt es weltweit über 30 Millionen Padel-Spielerinnen und -Spieler.  

Für wen ist Padeltennis geeignet?

Das Spiel eignet sich sowohl für sportliche Menschen als auch für Personen, die gerade erst anfangen, sportlich aktiver zu werden. Durch das kleinere Spielfeld, das langsamere Spieltempo und den einfachen Aufschlag kommt man auch als Anfänger schnell ins Spiel. Eine gewisse Grundfitness sollte man jedoch haben, wenn man sich aufs Padelfeld wagt, empfiehlt Orthopäde Michael Hoffmann, Chefarzt an der Asklepios Medical School.  

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Positive Effekte von Padel auf die Gesundheit

  • Verbesserte Ausdauer  
  • Kräftigung der Herz-Kreislauf-Leistung 
  • Kräftigung der Bein-, Rumpf- und Armmuskulatur 
  • Förderung der Koordination und Reaktionsschnelligkeit 
  • Stressabbau  
  • Motivation und Spaß durch gemeinsames Spielen im Team 

Tipps für den sicheren Einstieg ins Padeltennis

  • generell ist Padel für alle Altersgruppen geeignet – auch für Kinder und rüstige Senioren. Grundfitness sollte vorhanden sein 
  • vor dem Spiel 5–10 Minuten aufwärmen 
  • auf passende Schuhe achten, die auf Kunstrasen Stabilität bieten 
  • Bewegungen kontrolliert ausführen, nicht nur aus dem Arm spielen 
  • ausreichend trinken und Pausen einlegen 
  • bei Beschwerden Trainingsumfang reduzieren 

Quellen

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