Und welche kurzfristigen Nebenwirkungen können auftreten?
Die häufigsten kurzfristigen Nebenwirkungen sind Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Nervosität, Tics, Blutdruckerhöhung sowie Herzklopfen. Das sind Effekte, die bei Stimulanzien häufig auftreten, da diese Substanzen nicht nur für eine größere Aktivität des Stirnhirns sorgen, sondern auch im Bereich des vegetativen Nervensystems anregend wirken. Körper und Geist müssen sich erst daran gewöhnen. Meist verschwinden diese Nebenwirkungen nach einigen Wochen der regelmäßigen Einnahme des Medikaments. Im Fall von Schlafstörungen macht es Sinn, lang wirkende oder retardierte Medikamente, deren mehrfache Wirkstofffreisetzung eine Wirkung über den ganzen Tag ermöglicht, ab dem späten Vormittag nicht mehr einzunehmen. Nicht-retardierte ADHS-Medikamente, die den Wirkstoff Methylphenidat enthalten, sollten ab dem Nachmittag nicht mehr eingenommen werden.
Auch Mundtrockenheit, Magenbeschwerden, Übelkeit und ähnliche Nebenwirkungen können auftreten, sind aber nicht zwingend eine Folge der eigentlichen Wirksubstanz, sondern häufig auch der Trägersubstanzen von Tabletten.