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Faszien-Yoga: Was steckt hinter diesem neuen Fitness-Trend?

Nach dem allgemeinen Trend zum Faszien-Training gibt es seit kurzem diverse Angebote für Faszien-Yoga. Doch was verbirgt sich überhaupt hinter dem Begriff Faszien? Und wie effektiv lassen sich diese mit Yoga-Übungen trainieren?

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Die bekannten Yoga-Übungen helfen sowohl beim Stressabbau, als auch dabei, den allgemeinen Fitness-Zustand des Körpers zu erhalten. Seit kurzem bieten Fitness-Studios jedoch eine neue Yoga-Variante an: Faszien-Yoga. Dahinter verbirgt sich in der Regel eine Auswahl bzw. Abfolge von Yoga-Übungen, mit denen sich gezielt die so genannten Faszien trainieren lassen.

Vernachlässigter Teil des Bindegewebes

Unter Faszien versteht man jenen Teil des Bindegewebes, der die einzelnen Muskeln und Bänder umhüllt und ihnen dadurch Form gibt. Faszien durchziehen den gesamten Körper und sorgen beispielsweise dafür, dass sich benachbarte Muskeln nicht gegenseitig in die Quere kommen. Aber auch Gelenk- und Organkapseln werden zu den Faszien gerechnet. Muskuläre Verspannungen etc. nehmen häufig ihren Ursprung in spröden, steifen oder gar beschädigten Faszien. Und auch der typische Muskelkater hat seinen Ursprung zu einem erheblichen Teil in diesem Bindegewebe.

Geschmeidige und gut durchtrainierte Faszien tragen folglich dazu bei, muskuläre Probleme aller Art zu verhindern. Sie machen uns nicht nur leistungsfähiger, sondern insbesondere auch geschmeidiger und dadurch gelenkiger. So ist es auch wenig überraschend, dass Körperübungen, die generell die Geschmeidigkeit und Gelenkigkeit erhöhen, auch den Faszien zugutekommen. Und genau das ist bei diversen bekannten und unbekannten Yoga-Übungen bzw. -Stellungen, den so genannten Asanas, der Fall.

Mehr Bewegung als beim „klassischen“ Yoga

Allerdings unterscheidet sich das Faszien-Yoga vom so genannten Hatha-Yoga, der im westlichen Kulturkreis am weitesten verbreiteten Yoga-Variante: Während es beim Hatha-Yoga üblich ist, längere Zeit in einer ganz bestimmten Position zu verharren und so das Gewebe nur lokal zu dehnen, kommt es beim Faszien-Yoga darauf an, den gesamten Körper in Bewegung zu halten. Ziel ist es dabei, ganze Faszien-Bahnen anzusprechen. Dehnen, Federn und Schwingen gehören daher weitaus stärker zum Faszien-Yoga als zum Hatha-Yoga. Idealerweise ist beim Faszien-Yoga der gesamte Körper in Bewegung - und die Bewegungen gehen fließend ineinander über. Gleichzeitig kommt es aber auch darauf an, Dehnpositionen immer wieder auch möglichst lange zu halten. Denn der Dehnungsreiz sorgt dafür, dass sich die Bindegewebszellen erneuern und so geschmeidiger werden.

Noch ein wichtiger Unterschied zum "klassischen" Yoga ist die höhere Variabilität bei den Übungen: Während es beim Hatha-Yoga darauf ankommt, die Asanas möglichst exakt nachzustellen, empfehlen Faszien-Trainer, die Stellungen immer wieder leicht zu variieren und den Bewegungsablauf abzuändern. Der Grund: Je nach Körperbau und Fitness-Zustand können sich Lage sowie Trainings- bzw. Dehnungsbedarf der Faszien unterscheiden. Für ein optimales Training ist es daher erforderlich, in den Körper hinein zu fühlen - und heraus zu spüren, wo es "hakt" und welche Bewegungen gut tun. Sorgt beispielsweise in einer konkreten Position eine ganz bestimmte Dehnung für ein Zwicken in einem Muskelabschnitt, lohnt es sich, hier die "Behandlung" zu intensivieren.

Es versteht sich von selbst, dass diese Yoga-Variante körperbetonter ist als das Hatha-Yoga. Das Plus an Bewegung sorgt auch für einen höheren Kalorienverbrauch. Faszien-Yoga kann somit individuell durchaus als anstrengender empfunden werden als das klassische Yoga. Andererseits gilt: Aufgrund der erhöhten Aktivität ist dieses Faszien-Training möglicherweise weniger gut geeignet, um seine "innere Mitte" zu finden und den Alltagsstress zu kompensieren.

Noch mehr Training für die Faszien

Selbstverständlich ist diese Yoga-Variante nicht die einzige Möglichkeit, die Faszien geschmeidig zu halten. Im Prinzip ist dies bei jeglicher Art der Bewegung möglich. Ebenfalls sehr gut geeignet sind gezielte Gymnastikübungen oder Pilates. Aber auch beim Laufen kann man seinen Faszien etwas Gutes tun - indem man nicht nur stur im immer gleichen Tempo geradeaus läuft, sondern zwischendurch sich auch seitwärts und rückwärts bewegt und das Laufen mit Hüpfen und Springen variiert. Gerade weil es um Beweglichkeit geht, ist auch das Tanzen ein hervorragendes Training für die Faszien.

Unabhängig davon gilt: Um die Faszien gezielt trainieren zu können, ist es grundsätzlich sinnvoll, wenn die Übungen unter Anleitung eines qualifizierten Trainers erfolgen. Denn wer sich noch nie mit Faszien beschäftigt hat, tut sich nicht selten schwer damit, diese überhaupt als solche zu erkennen bzw. zu erfühlen.

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