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Kindergesundheit

Kids auf zwei Rädern

Experten beklagen Bewegungsmangel bei Kindern aller Altersklassen. Laufrad, Roller oder ein Fahrrad sind willkommene Hilfsmittel, die zugleich die Motivation für Bewegung steigern. Mit Begeisterung erfreuen sich die Kleinen und Größeren über erste Erfolge, die Vehikel zu beherrschen.

Autor: hkk-Gesundheitsredaktion

Lesezeit: 3 Minuten / veröffentlicht:

Balancegefühl und Motorik sind bei den Jüngsten unterschiedlich ausgeprägt. Spielerisches Training dieser Faktoren ist meist nötig. Schon im Alter von ca. zwei Jahren dient ein Laufrad dazu, die Koordination zu schulen. Das Sitzen auf einem Sattel, das Festhalten am Lenker und der Anschub über die Füße sind optimale Bewegungsmuster. Ist dieses Zusammenspiel richtig gut gelernt, kann der Wechsel auf ein kleines 12-Zoll-Kinderrad erfolgen. Dabei sollte das Rad auf die Beinlänge des Kindes eingestellt werden. Keinesfalls hilft ein Rad zum „Reinwachsen“. Ein sicherer Prallschutz oder eine gute Erreichbarkeit der Bremse sind Elemente eines kindersicheren Rades. Die ersten Übungen sollten auf einem Platz ohne Verkehr erfolgen, damit die volle Konzentration dem Rad gehört. Mit einer großen Portion Geduld leisten die betreuenden Erwachsenen Hilfestellung. Das vorsichtige Anschieben des Kindes in regelmäßigen Abständen ist für den Lernprozess günstig. Stützräder sind übrigens heute out, da sich das Balancegefühl nicht ausreichend entwickelt. Regelmäßiges Üben muss auf dem Plan stehen. Nur so kann das Kind die Sicherheit auf dem Zweirad erlangen. Ein individuell angepasster Fahrradhelm empfiehlt sich in jeder Altersklasse. Dies gilt auch für das Laufrad.

Verkehrssicherheit üben

Im Alter von sechs Jahren dürfen Kinder am Straßenverkehr teilnehmen. Dafür ist ein Rad notwendig, das den Vorschriften entspricht. Beleuchtung, Reflektoren, Schutzbleche oder zwei Bremsen sind einige der Vorgaben. Das Erlernen der Verkehrsregeln und das Achtgeben auf das Geschehen erfordern sehr viel Übung und Sicherheit. Erwachsene müssen hier die Kinder begleiten und die Verkehrssicherheit erarbeiten. In der vierten Klasse der Grundschule wird in der Regel ein theoretische und praktische Fahrradprüfung absolviert. Radwege zur Schule sollten mit den Eltern gemeinsam immer wieder geübt werden.