Vorsorge

Engagement für die Früherkennung von Darmkrebs

Laut Krebsregister ist Darmkrebs derzeit die dritthäufigste Erkrankung, bei der Tumore die Lebenssituation der Betroffenen stark belasten. Dank der Früherkennung und verbesserter Behandlungsmethoden sinkt die Mortalitätsrate bei Darmkrebs. Dass dieser Trend anhält, ist das Anliegen der Felix Burda Stiftung.

Autor: Kerstin Degener

Lesezeit: 3 / veröffentlicht:

Felix Burda starb im Jahr 2001 im Alter von nur 33 Jahren an Darmkrebs, an dem er zwei Jahre zuvor erkrankt war. Er bat seine Eltern, Dr. Christa Maar und Dr. Hubert Burda, sich dafür einzusetzen, dieses Schicksal anderen Menschen zu ersparen. Noch im selben Jahr gründeten sie die Stiftung, die den Namen ihres Sohnes trägt. Seitdem engagiert sich die gemeinnützige Organisation dafür, das Thema Darmkrebs in den Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu rücken und zu enttabuisieren. Ein großes Augenmerk liegt auf der Information über die Präventionsmöglichkeiten, die Leben retten können. „Darmkrebs ist ein Krebs, den man durch Vorsorge verhindern kann“, berichtet Dr. Christa Maar, welche die Stiftung als Vorstandsvorsitzende führt. Bei Felix Burda wurde die Erkrankung viel zu spät erkannt. Zudem gab es Ende der Neunziger Jahre keine Informationen über den Zusammenhang von Darmkrebs-Erkrankungen in der Familie und dem damit verbundenen genetischen Risiko für junge Menschen. „Hätte er sich ab dem Alter von 25 Jahren regelmäßig einer Darmspiegelung unterzogen, würde er heute noch leben“, schrieb seine Mutter Dr. Christa Maar anlässlich des zehnten Geburtstages der Stiftung.

Darmkrebs-Monat März

Zahlreiche Aktivitäten hat die Felix Burda Stiftung seit ihrer Gründung angeschoben und dabei nichts unversucht gelassen, auf die Darmkrebsvorsorge hinzuweisen. Bereits 2002 rief sie den März als Darmkrebs-Monat aus. Zahlreiche Akteure, wie Kliniken, Medienhäuser, Prominente und Gesundheitsorganisationen stellen seitdem ihr Engagement im März in das Zeichen der Darmkrebs-Vorsorge. Es ist das erklärte Ziel, die breite Öffentlichkeit von der Notwendigkeit der Prävention und der Vorsorge zu überzeugen.

Modellprojekt familiäre Disposition

Die Stiftung steht seit Jahren im Austausch mit vielen Fachleuten, um immer neue Projekte und Aktionen ins Leben zu rufen. Mit Unterstützung von expertenseite wurde beispielsweise das bayrisches Modellprojekt FARKOR (Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom) entwickelt, das speziell die junge Risikogruppe ins Auge fasst. Unter dem Motto „Darmkrebs in der Familie? Sprich drüber!“ gibt es eine Aufklärungskampagne, die sich insbesondere an diesen Personenkreis richtet. Innerhalb des Modellprojektes gibt es unter anderem Informationsmaßnahmen für Mediziner oder systematische Erhebungen von Erkrankten und den Vorerkrankungen in den Familien. Die Stiftung weist in diesem Zusammenhang auf die Fakten hin: Jede zehnte Neuerkrankung wird bei Personen unter 55 Jahren entdeckt. Und 30 Prozent der Darmkrebserkrankten haben eine genetische Disposition.

Einen Selbsttest für das persönliche Darmkrebsrisiko gibt es hier:

Weitere Informationen: www.felix-burda-stiftung.de/