Schwimmer mit Kappe und Brille
Schwimmer mit Kappe und Brille

Schwimmen: Warum der Wassersport so gesund ist

Kaum eine andere Bewegungsform trainiert Herz, Kreislauf und Muskulatur so umfassend wie Schwimmen. Gleichzeitig trägt das Wasser den Körper, Bewegungen fallen leichter und selbst Menschen mit körperlichen Einschränkungen können oft problemlos trainieren.

Qualitätssicherung: Philipp Grätzel von Grätz, Arzt und Medizinjournalist

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Das Wichtigste in Kürze

  • Schwimmen im Überblick: Schwimmen ist ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining, das Herz, Kreislauf, Muskulatur, Haltung und Koordination stärkt. Der Wasserauftrieb erleichtert Bewegungen auch bei körperlichen Einschränkungen.  
  • Vorteile und mögliche Nachteile: Regelmäßiges Schwimmen verbessert Ausdauer und Stabilität, entlastet Gelenke und Wirbelsäule. Chlorwasser und eine falsche Technik können jedoch Haut, Schleimhäute oder Bewegungsapparat belasten.  
  • Welche Schwimmarten gibt es? Brustschwimmen eignet sich für Einsteiger, Kraulen für effizientes Ausdauertraining. Rückenschwimmen gilt als besonders rückenfreundlich, erschwert jedoch die Orientierung im Becken.  
  • Muskelaufbau durch Schwimmen: Der Wasserwiderstand kräftigt zahlreiche Muskelgruppen und die Körpermitte. Für einen gezielten Aufbau von Muskelmasse sollte das Schwimmtraining jedoch durch Kraftübungen ergänzt werden.  
  • Abnehmen durch Schwimmen? Schwimmen verbraucht viel Energie und kann die Gewichtsabnahme unterstützen. Beim Kraulen sind häufig 500 bis 700 Kilokalorien pro Stunde möglich; entscheidend bleibt regelmäßiges Training. 

Welche Vorteile hat Schwimmen?

Schwimmen ist ein echtes Ganzkörpertraining. Arme, Schultern, Rücken, Bauch und Beine arbeiten gleichzeitig. Dabei werden nicht nur große Muskelgruppen aktiviert, sondern auch viele kleine Muskeln, die für Stabilität und eine gute Körperhaltung wichtig sind. 

Regelmäßiges Schwimmtraining verbessert außerdem die Ausdauer und kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Gleichzeitig werden Gelenke und Wirbelsäule entlastet, weil der Körper im Wasser einen Großteil seines Gewichts verliert. 

Nicht zuletzt wird die Koordination trainiert. Schließlich erfordert Schwimmen ein Zusammenspiel von Armen, Beinen und Atmung.

Hat Schwimmen auch Nachteile?

Manche Menschen reagieren empfindlich auf Chlorwasser mit trockener Haut oder gereizten Schleimhäuten. Außerdem spielt die Technik eine wichtige Rolle. Wer dauerhaft mit einer ungünstigen Haltung schwimmt, kann Nacken, Rücken oder Schultern unnötig belasten. Deshalb lohnt es sich, die Technik von Anfang an korrekt zu erlernen. Bei empfindlichen Schleimhäuten empfiehlt sich eine Schwimmbrille. 

Welche Schwimmarten gibt es?

Ob Brust, Kraul oder Rücken: Jede Schwimmart hat ihre eigenen Vorzüge – und Tücken. Welche Schwimmart die richtige ist, hängt von den persönlichen Zielen, der Fitness und möglichen körperlichen Beschwerden ab. 

Brustschwimmen: der Klassiker

Brustschwimmen ist für viele Menschen der Einstieg ins Schwimmen. Dabei werden die Arme gleichzeitig nach außen und anschließend wieder vor dem Körper zusammengeführt, während die Beine eine kreisförmige Grätschbewegung machen. 

Problematisch wird es, wenn der Kopf dauerhaft über Wasser gehalten wird. Dann sind Nacken, Rücken und Knie stärker belastet. 

  • Geeignet für: Einsteiger, Freizeitschwimmer 
  • Vorteile: leicht zu lernen, gute Orientierung im Wasser 
  • Nachteile: kann Nacken, Rücken und Knie belasten 

Kraulschwimmen: auf die elegante Art

Kraulen gilt als die schnellste und effizienteste Schwimmart. Der Körper liegt gestreckt im Wasser, die Arme ziehen abwechselnd nach hinten durch das Wasser, während die Beine einen schnellen, wechselseitigen Beinschlag ausführen. Dadurch werden nahezu alle großen Muskelgruppen trainiert. 

Gleichzeitig fördert die koordinativ anspruchsvolle Bewegung das Körpergefühl. 

  • Geeignet für: fitnessorientierte Schwimmer, Ausdauertraining 
  • Vorteile: hoher Kalorienverbrauch, gelenkschonend, effektives Ganzkörpertraining 
  • Nachteile: technisch anspruchsvoll, Atmung muss erlernt werden 

Rückenschwimmen: gut für Hals und Nacken

Beim Rückenschwimmen liegt der Körper auf dem Rücken möglichst gestreckt im Wasser. Die Arme bewegen sich abwechselnd über den Kopf nach hinten, während die Beine einen gleichmäßigen, schnellen Beinschlag ausführen.  

Rückenschwimmen ist der gesündeste Schwimmstil. Die Wirbelsäule bleibt in einer natürlichen Position, Nacken und Rücken werden entlastet. Gleichzeitig werden Ausdauer, Koordination und Muskulatur trainiert. 

  • Geeignet für: Menschen mit Rücken- oder Nackenbeschwerden 
  • Vorteile: besonders rückenfreundlich, gelenkschonend 
  • Nachteile: Orientierung im Becken schwieriger

Kann man mit Schwimmen Muskeln aufbauen?

Schwimmen kräftigt durch den Wasserwiderstand die Muskulatur, ersetzt aber kein gezieltes Krafttraining. Wer richtig Muskelmasse aufbauen möchte, sollte daher zusätzlich Kraftübungen einplanen. Für eine starke Körpermitte – wichtig insbesondere für eine gute Wasserlage – ist Pilates-Training eine ideale Ergänzung.

Kann man mit Schwimmen abnehmen?

Ja. Schwimmen kann beim Abnehmen helfen, weil der Körper dabei viel Energie verbraucht. Wer zum Beispiel mit mittlerem Tempo krault, verbrennt häufig zwischen 500 und 700 Kalorien pro Stunde. Entscheidend für den Erfolg ist allerdings weniger die Schwimmart als vielmehr kontinuierliches Training. Regelmäßiges Schwimmen wird zum Beispiel über das hkk Bonusprogramm bonusaktiv honoriert. Abnehmen durch Sport allein ist zwar möglich, aber wer seine Ernährung nicht zusätzlich anpasst, erschwert sich den Weg zum gewünschten Gewichtsverlust. 

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