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Wie Lebensstile Essen neu definieren

Urban Matchas, Gutbürger und Multi-Performer: Die Angehörigen dieser Lebensentwürfe folgen in Bezug aufs Essen klaren Zielen. Dabei geht es schon lange nicht mehr um die einfache Nahrungsaufnahme.

Autor: zone35

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Beim Essen geht es schon lange nicht mehr darum, „nur“ satt zu werden. Was und wie wir essen, definiert unseren Lebensstil. Es sagt etwas darüber aus, welche Einstellung wir zum Leben haben. In Bezug auf Nachhaltigkeit, Tierwohl, Umweltschutz und die eigene Gesundheit. Wir sind angekommen in einem Zeitalter, in dem wir uns mehr denn je Gedanken um Dinge machen, die uns noch vor Jahren wenig bis gar nicht interessiert haben.

Wir essen bewusster und leben nachhaltiger

Heute möchten wir Essen erleben. Es ist uns wichtig, zu wissen, woher wir unsere Nahrungsmittel beziehen. Was für einen Klimaabdruck sie hinterlassen. So bleiben zum Beispiel Kartoffeln, die nicht aus Deutschland stammen, im Supermarkt eher liegen und wir entscheiden uns bewusster für heimische Erzeugnisse. Gleiches gilt für exotische Früchte oder überhaupt Produkte, bei denen wir eine negative Ökobilanz vermuten.

Umweltbewusst: Urban Matchas schlemmen genussvoll

Mittlerweile spielen Lebensstile eine bedeutende Rolle, die sich in besonderem Maße an Foodtrends orientieren. Da ist zum Beispiel die Gruppe der Urban Matchas. Dieser geht es um die Verbindung von Gesundheit und Genuss. Sie folgt dem Foodtrend Healthy Hedonism. Bei Urban Matchas steht also nicht der Verzicht im Mittelpunkt. Vielmehr geht es ihnen beim Essen darum, viele Aspekte zu berücksichtigen. Dazu gehören natürlich Umweltverträglichkeit und Tierwohl. Aber eben auch gesundes, genussvolles Schlemmen. In Deutschland rechnen sich knapp zehn Prozent der Menschen dem Lebensstil Urban Matcha zu.

Der Gutbürger will wissen, was er isst

Ein weiterer Lebensstil ist der des sogenannten Gutbürgers. Er achtet sehr auf seine Ernährung und natürlich ist auch Gesundheit ein wichtiger Teil seines Daseins. Besonderes Augenmerk richtet der Gutbürger auf die Qualität der Lebensmittel. Wie werden sie produziert? Woher kommen sie? Siegel, die etwas über die Qualität, die Herkunft oder den Biostandard aussagen, sind dem Gutbürger als Entscheidungshilfe beim Kauf von Nahrungsmitteln sehr wichtig. Genau wie Inhaltsstoffe. Der Gutbürger steht für den „Transparency“-Foodtrend.

Essen als Mittel zum Zweck: Multi-Performer netzwerken in der Kantine

Multi Performer ist ein weiterer Begriff, mit dem sich eine Lebensart einordnen lässt. Bei Multi Performern steht der eigene Beruf im Fokus. Wichtig ist die Karriere, also das eigene berufliche Fortkommen. Dass dabei soziale Aspekte im Leben zu kurz kommen, nimmt er in Kauf. Für ihn gibt es sowieso keine klare Trennung zwischen Privat- und Berufsleben. Entsprechend nimmt auch das Essen eine Sonderstellung ein. Mahlzeiten verbindet der Multi Performer mit Genuss. Er nutzt sie für die berufliche Vernetzung, für den Ideenaustausch. Optimal eignen sich hierfür betriebliche Kantinen, die nicht nur immer höhere Standards erfüllen, sondern in vielen Unternehmen zu regelrechten Wohlfühloasen werden. Der perfekte Platz fürs Netzwerken.

Keine klare Abgrenzung: Die Übergänge zwischen den Lebensstilen sind fließend

Wenngleich es möglich ist, Menschen bestimmten Lebensstilen zuzuordnen, so hat doch der Megatrend Individualisierung dazu geführt, dass Übergänge oftmals fließend sind. Je nach Anlass wechseln Angehörige eines Trends in einen anderen. Ausschlaggebend sind dafür die eigenen Bedürfnisse sowie Werte und weniger von außen auferlegte Kategorisierungen.

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