Achtsamkeit als Therapie
Neben der Stressreduktion und der Gelassenheit, die mit mehr Achtsamkeit einher gehen, gibt es auch achtsamkeitsbasierte Verfahren und Therapien, die medizinische Wirksamkeit haben. Das wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Sogar Schmerzen, Süchten und Angst soll es damit an den Kragen gehen.
Menschen, die wiederholt an Depressionen leiden, können von MBCT – einer achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie – profitieren. MBCT ist eine spezifische Anwendung von MBSR. Sie hilft Patienten dabei depressive Rückfälle zu vermeiden. MBCT kombiniert die Kernelemente aus dem MBSR-Programm mit Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie. Ziel ist es depressionsfördernde Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen rechtzeitig zu erkennen, so dass die Betroffenen bewusst Gegenmaßnahmen ergreifen können. Im April 2015 ergab eine große Studie im Medizinmagazin "Lancet", dass MBCT eine echte Alternative zu Medikamenten ist, da die Therapie ähnlich gut vor Rückfällen nach einer Depression schützt.
Bleibt zu sagen: In Zeiten von Dauerablenkung durch Handy & Co. profitierst nicht nur du selbst, wenn du deinem Leben mehr Achtsamkeit schenkst, sondern auch die Menschen in deinem Umfeld. Also – sei achtsam!