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Resilienz

Stress bekämpfen, bevor er zum Problem wird

Resilienz spielt in Firmen eine immer größere Rolle. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen idealerweise die Fähigkeit besitzen, mit Herausforderungen gelassen umgehen zu können. Mittlerweile gibt es Coaching-Angebote wie Sand am Meer, um die Widerstandskraft der Angestellten zu stärken. Doch wenn es um den ganz normalen Büroalltag geht, dann lässt sich dieser Alltagsstress mit ein paar einfachen Übungen abfedern.

Autor: Marcus Klauss

Lesezeit: 2 / veröffentlicht:

Atmen gegen Stress

Wir alle atmen, ohne uns darauf konzentrieren zu müssen. Allerdings geht es dabei um mehr als nur um die Sauerstoffversorgung. Die richtige Atemtechnik kann ohne großen Aufwand etwas Ruhe in den Tag bringen. Zeit für die tiefe Bauchatmung.

Das Gute an der Übung: Sie gelingt sowohl daheim als auch auf dem Bürostuhl. Für die Übung flach auf den Rücken legen oder aufrecht hinsetzen. Jetzt eine Hand auf den Bauch legen und fünf Sekunden lang tief einatmen, dann fünf Sekunden lang tief ausatmen. Während der Übung ist es wichtig, sich voll und ganz auf die Atmung zu konzentrieren. Nach ein paar Wiederholungen sollte sich die Entspannung eingestellt haben. Diese Übung verlangsamt den Herzschlag, senkt den Blutdruck und erhöht natürlich den Sauerstoffgehalt im Körper.

Progressive Muskelrelaxation

Stress wirkt sich nicht nur auf den Geist aus, er kann auch körperliche Folgen haben. Verspannungen zählen dabei zu den häufigsten Beschwerden. Wer aber im Büro unter akuter Verspannung leidet, kann nicht einfach aufstehen und für eine Stunde ins Fitness-Studio verschwinden. Eine gute Möglichkeit, um den Körper schnell zu entlasten, stellt die Progressive Muskelentspannung dar. Entwickelt wurde sie vom US-Arzt Edmund Jacobson schon vor einhundert Jahren.

Bei dieser Methode werden einzelne Muskelgruppen nacheinander erst gezielt angespannt und dann entspannt. Beginnend bei den Füßen werden Körperpartien für jeweils fünf bis zehn Sekunden angespannt, um im Anschluss die Muskeln für dreißig bis vierzig Sekunden zu entspannen. Bei dieser Übung werden alle Muskelgruppen, inklusive der Gesichtsmuskeln, mit einbezogen. Diese Vorgehensweise hilft bei Stress, Haltungsschäden, Verspannung oder auch Spannungskopfschmerzen. Regelmäßig angewendet soll sie sogar bei Schlafstörungen helfen.

Fantasiereise

Eine gute Methode, um den Kopf frei zu bekommen, ist auf eine Reise zu gehen. Urlaub ist aber gerade nicht drin? Kein Problem, man kann auch den Geist auf Reisen schicken. Gemeint ist damit die Fantasiereise. Dazu reist man an einen Ort der Wahl, zum Beispiel an einen exotischen Strand, oder in eine ferne Stadt. Jetzt wird die Reise ausgeschmückt. Wem begegnet man, wie riechen Meer oder Blumen? Gibt es besondere Orte zu entdecken? Die einzige Begrenzung dieser kurzen gedanklichen Auszeit ist nur die eigene Vorstellungskraft. Eine andere Form der Fantasiereise können auch Hörbücher sein – die perfekte Methode, um auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Rückweg in eine andere Welt abzutauchen.

Lächeln

Das ist kein Witz – lächeln hilft, Stress abzubauen. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob das Lächeln „von Herzen“ kommt. Denn wenn wir die entsprechenden Gesichtsmuskeln bewegen, die nötig sind, überzeugen wir unser Gehirn davon, dass etwas Positives passiert ist und es werden Glückshormone ausgeschüttet. Kurz die Mundwinkel nach oben ziehen reicht allerdings nicht, das Lächeln sollte mindestens eine Minute aufrechterhalten werden. Wenn es wirklich von Herzen kommt – umso besser. Wer seine Kolleginnen und Kollegen mit einem Lächeln überrascht, bekommt in der Regel eines zurück. Mit dem Ergebnis, dass alle etwas davon haben.