Eine Frau macht auf einer Matte eine Yoga-Übung.
Eine Frau macht auf einer Matte eine Yoga-Übung.

Pilates: Kräftigung für Körpermitte und Haltung

Stress abbauen, Verspannungen lösen und gleichzeitig den Körper kräftigen? Pilates stärkt Körper und Geist gleichermaßen. Mit gezielten Bewegungen, Fokus auf die Körpermitte und tiefer Atmung entsteht ein spürbares Gefühl von Stabilität und Ruhe.

Qualitätssicherung: Philipp Grätzel von Grätz, Arzt und Medizinjournalist

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Was ist Pilates?

Pilates ist ein Ganzkörpertraining, das Kraft, Beweglichkeit und Körperbewusstsein stärkt. Im Fokus steht die Tiefenmuskulatur von Bauch, Rücken und Becken, die den Rumpf stabilisiert und eine aufrechte Haltung unterstützt. 

Entwickelt wurde Pilates Anfang des 20. Jahrhunderts von Joseph Pilates, einem Deutschen aus Mönchengladbach, der spezielle Übungen für gezieltes Kraft- und Beweglichkeitstraining entwarf. Später setzte er seine Arbeit in den USA fort.

Was ist der Unterschied zwischen Pilates und Yoga?

Während Yoga neben körperlichen Übungen auch meditative Elemente einbezieht, ist Pilates ein systematisches körperliches Training. Der Fokus liegt hier stärker auf gezielter Kräftigung. Entspannung ist eher ein Nebeneffekt. 

Pilates-Übungen – wie wird trainiert?

Ursprünglich entwickelte Joseph Pilates seine Übungen als Gerätetraining; die Geräte konstruierte er selbst. Er nutzte Federn als Widerstand, um Bewegungen zu führen und zu unterstützen. 

Das heute weit verbreitete Pilates auf der Matte ist eine vereinfachte Form, die die Grundprinzipien des Trainings ohne Geräte umsetzt und dadurch sehr alltagstauglich ist. Inzwischen gibt es aber auch Reformer-Pilates, das wieder an Geräten geübt wird.

Pilates-Übungen für Anfänger

Für Einsteigerinnen und Einsteiger eignen sich einfache, gut kontrollierbare Übungen. Dazu zählen: 

  • Übungen zur Rumpfspannung in Rückenlage, wie z. B. der „Roll-Up“: aus Rückenlage den Oberkörper Wirbel für Wirbel nach oben rollen, Arme nach vorne strecken, Bauch anspannen, langsam wieder abrollen 
  • kontrollierte Arm- und Beinbewegungen, z. B. die Vierfüßler-Arm- und Beinstreckung: im Vierfüßlerstand einen Arm nach vorne und das gegenüberliegende Bein nach hinten strecken, Rumpf stabil halten 
  • einfache Mobilisations- und Dehnübungen, z. B. die „Katze-Kuh-Bewegung“: Rücken abwechselnd runden (Katze) und durchhängen lassen (Kuh), Wirbelsäule mobilisieren und Rückenmuskulatur dehnen

Vor- und Nachteile von Pilates

Pilates bietet zahlreiche gesundheitliche Effekte, hat aber auch Grenzen. 

Pilates Vorteile 

  • gezielte Kräftigung der Tiefenmuskulatur 
  • unterstützt Rücken und Haltung 
  • verbesserte Beweglichkeit und Koordination 
  • gelenkschonendes Training 
  • Entspannung durch bewusste Atmung  

 

Pilates Nachteile 

  • Muskelaufbau erfolgt langsamer als bei herkömmlichem Krafttraining. 
  • Die Wirkung hängt stark von der korrekten Ausführung ab. 
  • Ohne Anleitung kann der Einstieg herausfordernd sein. 

Pilates zu Hause oder im Kurs?

Pilates kann sowohl zu Hause als auch im Kurs trainiert werden. Gerade zu Beginn ist eine fachkundige Anleitung sinnvoll. Sie hilft dabei, die Übungen korrekt durchzuführen und Fehlbelastungen zu vermeiden. Fortgeschrittene können Pilates auch gut zu Hause durchführen.

Ausrüstung: Was brauche ich für Pilates?

Für das moderne Pilates ohne die typischen Pilates-Geräte sind nur wenige Dinge nötig: 

  • eine rutschfeste Matte 
  • bequeme Kleidung 
  • etwas Platz 

Wird Pilates von der Krankenkasse bezahlt?

Pilates-Kurse werden von der hkk als Präventionskurse bezuschusst, wenn sie zertifiziert sind. Eine aktuelle Übersicht der Kurse finden Sie hier.  

Die hkk selbst bietet einen achtwöchigen Online-Kurs Pilates an. Für Versicherte entfallen die Kursgebühren.

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