Was passiert bei einem Insektenstich?
Bei einem Stich oder Biss gelangen Fremdstoffe in die Haut, etwa Speichelproteine oder Gift.
Warum stechen oder beißen Insekten überhaupt?
Es gibt grob zwei Gründe:
- Blutsauger wie Mücken, Bremsen oder Zecken benötigen Blut (meist die Weibchen) für die Fortpflanzung.
- Abwehrreaktion: Bienen, Wespen und Hornissen stechen, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihr Nest verteidigen.
Ob es sich biologisch um einen „Stich“ oder „Biss“ handelt, ist für die Soforthilfe zweitrangig. Entscheidend ist, Risiken früh zu erkennen.
Warum jucken Insektenstiche eigentlich so?
Das Immunsystem reagiert sofort: Ihr Körper wehrt sich gegen diese Fremdstoffe und schüttet u.a. den Botenstoff Histamin aus. Das Ergebnis kennen Sie:
- Örtliche Reaktionen: großflächige Schwellung, Hitzegefühl, Schmerzen – teils mit Schwindel oder Übelkeit
- Allergische Reaktionen: Ausschlag, Gesichtsschwellungen, Atemnot oder Kreislaufprobleme
- Infektionen: Verstärkter Juckreiz führt zum Kratzen – das kann Bakterien einschleppen. Typisch: Eiter, zunehmende Rötung, starke Schmerzen. Im schlimmsten Fall droht eine Wundrose (Erysipel) oder Sepsis.
Die Reaktion startet vorwiegend nach wenigen Minuten. Oft ist die Schwellung nach rund 24 Stunden am stärksten. Viele Stiche klingen nach 2 bis 5 Tagen ab, solange keine Infektion dazukommt. Wichtig für Eltern: Bei Kindern fällt diese Reaktion oft heftig aus. Ein riesiges, geschwollenes Auge am nächsten Morgen sieht dramatisch aus, ist aber meist „nur“ eine übermäßige Immunantwort und keine gefährliche Infektion.