Familie

Work-Life-Balance für Alleinerziehende

Work-Life-Balance ist das Schlagwort unserer Gesellschaft, wenn es darum geht den Spagat zwischen Beruf und Familie zu meistern. Doch was so einfach klingt, ist für uns alle eine kleine Herausforderung geworden. Ganz besonders für Eltern - und noch mehr für Alleinerziehende.

Autor: zone35

Lesezeit: 3 Minuten / veröffentlicht:

Heute leben rund 1,6 Millionen sogenannte "Ein-Eltern-Familien" in Deutschland. Dort macht nur eine(r) das Frühstück, den Abwasch, fährt die Kleinen zur Kita, bringt sie abends ins Bett und führt daneben noch ein Berufsleben. Freunde und Freizeit stehen oft hinten an. "Wie soll ich das bloß alles schaffen?" ist sicher die häufigste Frage.

Damit der Alltag funktioniert, muss alles nach Plan laufen. – "Zeitmanagement" ist hier das Zauberwort. Doch bevor Du denkst "Ich habe keine Zeit mein Leben durchzuorganisieren", hier ein paar Vorschläge, wie Du Dein Leben besser ordnen und genießen kannst:

  • Schreib einmal auf, was wann wie oft erledigt werden muss. Wann die Kinder zur Kita oder in die Schule gebracht werden, wann der Haushalt gemacht wird, ein Termin beim Kinderarzt ansteht, oder das Auto in die Werkstatt muss. Anhand Deiner Notizen kannst Du so einen Tages-, Wochen- und Monatsplan erstellen, der Dir hilft, den Überblick zu behalten.
  • Befreie Dich! Ordne Dein Leben neu – setze Prioritäten und trenn Dich von schlechten Gewohnheiten.
  • Plane bewusst eine gemeinsame Zeit mit Deinen Kindern ein. Ob das gemeinsame Frühstück, ein Besuch auf dem Spielplatz am Nachmittag oder die Gute-Nacht-Geschichte am Abend. Die gemeinsame Zeit mit Deinen Kindern ist wertvoll und sollte wohl bedacht sein.
  • Nimm Dir auch Zeit für Dich selbst! Du möchtest Deine freie Zeit gern anders nutzen, kannst Dich aber schlecht motivieren? Ein paar Stunden in der Woche solltest Du auf jeden Fall für Dich selbst reservieren - Zeit zum Wohlfühlen und Entspannen. Plan Deine freie Zeit bewusst ein – Ob ein Treffen mit Freunden, Dein Lieblings-Hobby oder ein gutes Buch. Die eigenen Bedürfnisse werden oft vernachlässigt und geraten schnell in Vergessenheit.
  • Plan langfristig, so kannst Du einen Babysitter organisieren oder eine Freundin bitten, ein paar Stunden auf Deinen Nachwuchs aufzupassen. Für wichtige Termine, die nicht verschoben werden können, solltest Du einen "Ersatz" in Planung haben.
  • Such Dir Unterstützung im Alltag, z.B. durch ein Au-Pair oder Babysitter, eine Reinigungskraft für die Wohnung oder einen Lebensmittel-Lieferservice, wenn keine Zeit zum Einkaufen bleibt. Organisier Dich mit anderen Eltern, um dich mit dem Hinbringen der Kinder zu Nachmittagsaktivitäten abzuwechseln. Scheue Dich nicht, Freunde und Verwandte um Hilfe zu bitten. Viele bewundern Dich sicher dafür, wie Du Dein Leben meisterst und helfen Dir gern.
  • Hol Dir professionellen Rat. Bei Fragen zum Thema Elterngeld, Sorgerecht und Unterhalt findest Du Unterstützung, zum Beispiel, bei Deinen örtlichen pro familia-Beratungsstellen oder dem Verband für alleinerziehende Eltern (vamv e.V. ). Gerade bei Sorgen und Problemen solltest Du nicht scheuen Dir Rat und Hilfe zu holen.

Und wenn doch mal nicht alles nach Plan laufen sollte, vergiss nicht, dass ein Lächeln Deiner Kinder wohl die schönste Belohnung sein kann.