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Seelische Gesundheit

Wege zur Resilienz

Als Resilienz versteht man die Fähigkeit eines Menschen, auch harte Rückschläge im Leben zu überstehen. Manche sprechen auch von der Widerstandskraft der Seele. Resilienz ist zum Teil angeboren, allerdings kann sie auch zu einem gewissen Grad im Verlauf des Lebens erlernt werden. Einer der Ansätze dabei sind die „Sieben Säulen der Resilienz“, welche als Leitfaden zu mehr seelischer Robustheit zu verstehen sind.

Autor: Marcus Klauss

Lesezeit: 2 / veröffentlicht:

1.   Optimismus

Die erste Säule der Resilienz ist eine Geisteshaltung, und zwar Optimismus. Diese Haltung bildet das Fundament für die Resilienz. Im Speziellen geht es dabei darum, in jeder persönlichen Niederlage auch etwas Positives zu sehen. So fällt es leichter, kommenden Krisen mit etwas mehr Gelassenheit entgegenzutreten.

2.   Akzeptanz

Die zweite Säule heißt „Akzeptanz“. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass man sich einfach seinem Schicksal fügen soll. Vielmehr geht es darum, Dinge, welche man selbst nicht beeinflussen kann, zu akzeptieren. Es gibt Probleme, deren Lösung außerhalb der eigenen Einflusssphäre liegen. Daher ist es auch unnötig, sich dadurch belasten zu lassen.

3.   Lösungsorientierung

Die Lösungsorientierung ergibt sich aus der Akzeptanz und dem Optimismus. Statt in einem „warum ich-Loch“ zu versinken, wird das Problem nüchtern analysiert. Anschließend wird strukturiert nach einer sachlichen Lösung für das aktuelle Problem gesucht. Lassen sie Vergangenes hinter sich.

4.   Opferrolle verlassen

Selbstreflexion hilft zusätzlich bei der Bewältigung von Krisen, beziehungsweise kann ihnen vorbeugen. Denn wer sich immer in der Rolle des Opfers sieht, wird Probleme nicht bei sich selbst suchen. Wer sich also selbst einredet, dass sich die Welt gegen ihn oder sie verschworen hat, sollte sich in Selbstreflexion üben.

5.   Verantwortung übernehmen

Verantwortung zu übernehmen heißt, nicht mehr der Beifahrer im eigenen Leben zu sein. Das bedeutet, den Alltag aktiv und entscheidungsfreudig zu gestalten. Das wiederum bedeutet aber nicht, sich auch für alle Probleme selbst verantwortlich zu machen. Gehen sie also nur die Probleme an, die sie lösen können.

6.   Soziales Netzwerk

Ein stabiles soziales Netzwerk ist eine Stütze, die nicht unterschätzt werden sollte. Ohne Rückhalt durch Freunde und Familie ist die Gefahr groß, dass man sich in Krisenzeiten ins Schneckenhaus zurückzieht. Allein der Austausch mit Menschen, die einem nahestehen, kann der Weg aus einer seelischen Krise sein. Anderen zu helfen gehört auch dazu.

7.   Positiver Blick in die Zukunft

Ein positiver Blick in die Zukunft klingt banal, zählt aber zu Recht zu den Sieben Säulen der Resilienz. Denn wer generell düster in die Zukunft blickt, wird sich fragen, warum er eine aktuelle Krise überhaupt meistern sollte. Die feste Überzeugung, dass die Zukunft gute Zeiten bereithält, hilft, um über schlechte Zeiten hinwegzukommen.

Die Sieben Säulen der Resilienz sind als Leitfaden zu verstehen. Für eine solide geistige Abwehrfähigkeit spielt die Achtsamkeit eine übergeordnete Rolle. Dazu gehört auch eine Lebensweise, welche zusätzlich das körperliche Wohlbefinden unterstützt. Zu dieser Lebensweise zählen sowohl eine ausgewogene und gesunde Ernährung als auch Sport als Ergänzung.