Was hilft gegen soziale Phobie?
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist bei sozialen Phobien eine wirksame Form der Psychotherapie. Sie umfasst mehrere Komponenten, zum Beispiel die Aufklärung über die Erkrankung (Psychoedukation), das gezielte Trainieren sozialer Kompetenzen und die Arbeit an wenig hilfreichen kognitiven Bewertungen. Eine wichtige Methode innerhalb der KVT ist die Expositionstherapie: Patientinnen und Patienten konfrontieren sich schrittweise mit den gefürchteten Situationen und lernen, negative Gedankenmuster zu erkennen und zu verändern. Auch Medikamente können helfen, die Ängste zu reduzieren.
Bei leichteren Formen kann man auch selbst einiges tun, erklärt Psychologin Julia Scharnhorst: „Es ist wichtig, belastende Situationen nicht dauerhaft zu vermeiden.“ Sie empfiehlt stattdessen, sich seinen Ängsten in kleinen, gut bewältigbaren Schritten zu stellen. „So sammelt man positive Erfahrungen und stärkt sein Selbstvertrauen.“ Hilfreich sei außerdem, die übertriebene Selbstkritik („Alle werden mich auslachen!“) realistisch abzugleichen. Entspannungstechniken und soziale Unterstützung könnten ebenfalls helfen. „Bleiben die Ängste bestehen oder nehmen sie zu, sollte frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden“, empfiehlt die Psychologin.